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Rallye du Valais 2009

News, Infos

Rallye du Valais 2009
Ausfall nach sensationellem Beginn

Hallo Rallyefreunde,

besser hätte das Rallye für uns nicht beginnen können. Auf der ersten Spezialprüfung “Ayent-Anzere” am Donnerstag-Nachmittag erreichten wir mit unserem Renault Clio R3 die 10.beste Gesamtzeit. Bei der Klasse R3 klassierten wir uns vor allen Schweizern auf dem 3.Rang, hinter den “Profi-Fahrern” Bettega (Italien) und Guigou (Jungtalent Frankreich). Auch der Rückstand auf den schnellsten Giandomenico Basso auf dem Werks-Fiat Abarth Grande Punto S2000 betrug auf die Fahrzeit von 7 Minuten 32.1 Sekunden nur 15.9 Sekunden. Klassement Spez.prüfung N°1: http://www.fcc.ch/r2009/riv/reses01.pdf

Wir konnten dieses Resultat kaum glauben, fehlte mir doch klar die Fahrpraxis (letztes Rennen im Oktober 2007) und meinem Co-Pilot Ruedi Woodtli sogar 9 Jahre Absenz im Rallyeauto.

In der zweiten Spezialprüfung ging es im gleichen Sinn weiter, wir erreichten den 13.Gesamtrang, bei den R3 wiederum hinter den zwei schnellen Ausländern und diesmal war auch Dada Sieber um 2 Sekunden schneller. Klassement Spez.prüfung N°2: http://www.fcc.ch/r2009/riv/reses02.pdf

Der abschliessende Rundkurs auf dem Kasernenareal Sion, bereits bei Dunkelheit, absolvierten wir nach kleinen Problemchen als 14.Gesamte, in der Tages-Zwischenabrechnung spülte uns der Ausfall von Dada Sieber und ein grober Fehler von Guigou auf den zweiten Rang bei den R3. Klassement Spez.prüfung N°3: http://www.fcc.ch/r2009/riv/reses03.pdf

So schliefen wir natürlich sehr gut, und am Freitagmorgen stand die sehr anspruchsvolle, lange Spezialprüfung über 38 Kilometer über den Col de Planche auf dem Programm. Wir fanden sofort einen optimalen Rhythmus zwischen kalkuliertem Risiko und schneller Fahrt. Auch der harte Schotterabschnitt gelang sehr gut, und damit waren 4 Kilometer vor Schluss der Prüfung die Schwierigkeiten bereits überwunden. Und gleichwohl: Nach einer schnellen Bergabpassage mit fliessenden Wechseln von Links- und Rechtskurven folgte eine “Rechts 4 in Rechts 3 macht zu”. Ich stand wohl einen kleinen Augenblick zu spät auf die Bremse, die etwas unebene Fahrbahn trug das ihre dazu, das linke Vorderrad touchierte an der Kurvenaussenseite einen grossen Stein und schlug das Auto gerade aus in einen kleinen Flurweg. Da das Felgenbett ausgeschlagen war und das Trapez abgebrochen war, konnten wir uns nicht mehr aus dieser misslichen Lage befreien. Auch der Versuch, das Rad zu wechseln, misslang. Die Chance war aber da, dass das Fahrzeug repariert werden konnte und wir dank dem Super-Rallye-Reglement am nächsten Tag wieder starten konnten.

Doch das nächste Unheil nahte mit dem übernächsten Fahrzeug, wohl infolge gleicher Ursache, das Fahrzeug hebelte sich am gleichen Stein auf und schlitterte auf der Seite liegend in das Heck unseres Clios. Ruedi Woodtli hatte noch sehr viel Glück, kurz zuvor befand er sich noch hinter dem Fahrzeug.

Das war’s dann, nach dem Super-Start das schnelle Ende.

Besten Dank allen Helfern und Fans. Wir kommen wieder.

mit sportlichen Grüssen

Jürg Strasser


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